Strickliesel im Dorftreff Lindenstruth

wir stricken alle 14 Tage jeweils mittwochs ab 16.00 Uhr.

>Kalender

Bei schönem Wetter stricken wir auf der Terrasse.

 

Lindenstruth (alb) Ein neuer Kreis interessierter Handarbeiterinnen hat sich im Dorftreff der Wieseckhalle gebildet. Unter „Strickliesel und Co.“ kann jede/r seine Fähigkeiten mit Nadel, Faden und auch Maschine ausprobieren oder verfeinern. Strümpfe stricken, Löcher stopfen, eine Naht reparieren oder Häkel- und Stickarbeiten lassen sich in gleichgesinnter Gesellschaft auf jeden Fall einfacher erledigen. Das nächste Treffen findet am Mittwoch, dem 31. Oktober, in der Zeit von 16 bis ca. 19 Uhr, parallel zum „Dorftratsch“ statt. Die Zusammenkünfte sind im 14tägigen Rhythmus vorgesehen, immer mittwochs in den geraden Wochen.

Aktuelles bei den Strickliesel

2016

Lindenstruth (alb) Stricken, häkeln, basteln und dem Austausch von Erfahrungen auf diesen Gebieten, sind Anliegen der „Strickliesel & Co.“-Gruppe im Dorftreff in Lindenstruth. Ein ganz besonderer Hingucker sind die in der letzten Zeit entstandenen „Mäuse in der Mausefalle“, die sich hervorragend zum Verschenken von Bargeld eignen. Die Mäuse hat  Hannelore Krug gehäkelt  und werden von der Stricklieselgruppe in geschmackvoller Dekoration angeboten. Weiterhin gibt es Grußkarten zur Geburt eines Kindes oder allgemein gehaltene Glückwunschkarten. Vielseitigkeit ist Trumpf, daher kommt das Stricken bei einigen Damen nicht zu kurz, denn nicht jedem liegt das Basteln. Manch einer kommt auch nur zur Unterhaltung und auch solche Gespräche sind wertvoll, denn immer wieder kann man vom Wissen anderer profitieren.  Alle zwei Wochen in den geraden Kalenderwochen können Interessierte mittwochs von 16-18 Uhr gerne dazukommen.

 

2015- ???        

„Strickliesel & Co.“ besuchen Alsfeld

Lindenstruth (alb) Ein kurzer Ausflug nach Alsfeld bescherte 13 Frauen und zwei Mädchen einen abwechslungsreichen Nachmittag. Die „Strickliesel & Co.“, eine aktive Gruppe im Dorftreff Lindenstruth, hatten schon lange wieder einmal einen Ausflug geplant. Nachdem auch die Nähgruppe sowie einige Frauen aus dem Ort ebenfalls Interesse zeigten, wurde ein Besuch des Arabella Fabrikverkaufs für Damen-, Herren- und Kindermoden in Alsfeld geplant.

 

Bereits vor der Führung erfuhren die Besucherinnen einiges über die Herstellung von  Nachtwäsche. Das Unternehmen arbeitet für verschiedene Bekleidungs- und Versandhäuser mit einer Produktionsstätte in Polen. Die Farben und Gestaltungen der Stoffe werden in Österreich vorgenommen, Schnittmuster und Beispiele kommender Kollektionen werden vor Ort angefertigt. Eine ausgeklügelte Logistik macht es möglich, dass z. B. ein heute in Hamburg gekaufter Artikel in den nächsten Tagen  in gleicher Größe und Farbe wieder im Verkaufsregal zu finden ist. Bei einem Rundgang durch die weitläufigen Räume sowie das Fabrikverkaufsareal  präsentierte sich ein Unternehmen mit mehr als 2.000 verschiedenen Artikeln auf mehr als 750 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Ein anschließender kurzer Besuch des in Alsfeld ansässigen „Hauses der Geschenke“ von Carl Ramspeck zeigte hinter einem kleinen Eingangsbereich auf verschiedenen Ebenen ein Paradies für alle, die gerne stöbern und oftmals etwas finden, was sie gar nicht suchen.

Gießener Anzeiger

Lokalanzeiger Reiskirchen

ALB

 

Bild: Einige Teilnehmer mit Anneliese Hofmann (sitzend)

 

 

Lindenstruth (alb) Anneliese Hofmann aus Burkhardsfelden war zu Gast bei der „Strickliesel & Co.“ in den Räumen des Dorftreffs in Lindenstruth. An diesem Nachmittag blieben die eigenen Strick- und Handarbeitssachen zu Hause. Ein neugieriges Publikum auch aus umliegenden Orten fand sich zu diesem außergewöhnlichen Strickliesel-Nachmittag ein. Unglaublich viele handgearbeitete Stücke hatte Hofmann mitgebracht und dennoch war dies nur eine kleine Auswahl der bei ihr aufbewahrten Kostbarkeiten. Ganz selten war zu hören, dass eine der Besucherinnen eine der gezeigten Techniken schon mal früher kennengelernt hatte.

Eingangs erklärte Hofmann, dass sie „zwischen Nadeln groß geworden“ sei und gerne Handarbeitslehrerin geworden wäre. Aber 30 Jahre Leiterin diverser Nährkurse bei der Kreisvolkshochschule Lich seien auch eine schöne Zeit gewesen. Vieles gab es zu erklären und Hofmann blieb keine Antwort auf Fragen schuldig. Raritäten wie ein Frauenhemd von 1862 oder ein Trachtenhäubchen in aufwändiger Weißstickerei hat sie aus eigenem Interesse teilweise sogar käuflich erworben.

 

Unter anderem zeigte sie eine Ajourstickerei aus ihrer Berufsschulzeit, filigran auf dünnem Stoff mit einem Hauch von Faden  hergestellt. Selbst sie kann sich heute kaum noch vorstellen, eine solche Arbeit hergestellt zu haben. Zu jeder gezeigten Handarbeit konnte sie interessante Erläuterungen geben, so auch, dass die meisten gezeigten Techniken im 18. und 19. Jahrhundert bei uns ihre Blütezeit hatten. Viele Techniken wurden originalgetreu aus anderen Ländern übernommen, einiges jedoch regional verändert. Zum Beispiel findet sich der Granatapfel als älteste Frucht bereits auf den Trachtenhäubchen, als dieser in unserer Region noch nicht bekannt war, wie Hofmann bei der Erklärung verschiedener Symbole erklärte.

 

Mit besonderer Leidenschaft stellt sie Arbeiten in Occhi-Technik bei jeder sich ergebenden Gelegenheit her - ohne Hilfsmittel und nur mit Fingern, Schiffchen und Faden entstehen dabei raffinierte Spitzenarbeiten. Zum Ende der sehr interessanten Präsentation zeigte und erklärte Hofmann das Stricken von Pulswärmern und früher unter der Schürze getragenen Taschensack der Tracht mit eingestrickten Perlen, die ebenfalls in symbolträchtiger Art und Weise angeordnet wurden. Für diesen Nachmittag hatte die versierte Handarbeiterin sogar eine für sie neue Technik in einem Crashkurs erlernt, nämlich das Netz- und Filetknüpfen. Diese älteste Knüpftechnik wurde und wird auch heute noch rund um die Welt ausgeführt, denn die festen Netze sind beim Einsatz im Fischfang sowie der Jagd unentbehrlich. In der Handarbeit dienten früher klein geknüpfte Netze als Gerüst, das danach ausgestickt wurde. 

 

Etwas hat an diesem Nachmittag jede Besucherin mit nach Hause genommen, zunächst einmal die Hochachtung  der in unserer Zeit als mühsam betrachteten Nadelarbeiten. Weiterhin werden sicher in den nächsten Tagen viele Schubladen geöffnet und alte Deckchen hervorgeholt und mit Wertschätzung bedacht.

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